Reden wir über das Geld der Esenser Steuerzahler

Folge 1: Die Nordseetherme Bensersiel

Nach neuesten Informationen soll jetzt eine Endabrechnung für die Renovierung der Nordseetherme Bensersiel vorliegen. Demnach sollen sich die Baukosten auf 8,565 Mio. Euro belaufen. Zusätzlich ergeben sich nach Aussagen aus dem Rat der Stadt noch ca. 34.000,- Euro Zinsen und ca. 45.000,- Euro Gerichts- und Anwaltskosten. Vier (!) Jahre nach Aufstellung der Liste für die Abwicklung der Aufträge und der entsprechenden Kostenrechnungen, scheint es jetzt endlich so weit zu sein, dass man sich ein klares Bild über diese Geldverbrennung machen kann. Aber weit gefehlt!

Schon wieder, wie schon in mehreren Fällen in der Vergangenheit, liegt eine weitere Klage gegen die Stadt vor. Hier soll es sich um eine Summe von 154.000,- Euro handeln.  Wie bei der Entlastungsstraße lässt es die Stadt immer wieder, selbstsicher und arrogant zu Prozessen kommen, bei denen von vorne herein schon klar ist, dass sie entweder verliert oder vom Gericht zu einem Vergleich ermuntert werden muss. Das auf Kosten der Esenser Steuerzahler.

Hier die Zahlen der Liste vom 20.08.2014


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Reden wir über das Geld der Esenser Steuerzahler

Folge 2 : Die Entlastungsstraße Bensersiel

Sucht man in den Haushaltsplänen der Stadt Esens nach den Kosten der Entlastungsstraße Bensersiel, ist das ein hoffnungsloses Unterfangen. Der Wechsel von der kameralen zur doppischen Haushaltsführung im Jahr 2011 sollte eine größere Transparenz in die Finanzwirtschaft der Gemeinden bringen. In Bezug auf die Entlastungstraße ist jedoch keinerlei Transparenz ersichtlich. Wer wissen will, wieviel Geld wann und wo eingesetzt oder gar verbrannt wurde und noch wird, muss viel Zeit investieren und andere Quellen nutzen. Da  jedoch nicht einmal im Finanzausschuss der Stadt die Bereitschaft dazu erkennbar ist und im Rathaus aus Eigenschutz keinerlei Interesse an einer informierten Öffentlichkeit besteht, haben wir uns die Mühe gemacht, die entsprechenden Zahlen zu recherchieren und zusammenzustellen. Da wir nicht mehr im Rat der Stadt vertreten sind, sind unserer Recherchen sehr erschwert und erheben nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Unser Zahlenwerk beruht in vielen Fällen auf nachweisbaren Grundlagen, teilweise aber auch auf Rundungen oder Angaben aus Gebührentabellen. Vielleicht findet sich aufgrund unserer Zusammenstellung ein Stadtratsmitglied, das aufgrund seiner Befugnisse die genauen Zahlen in Erfahrung bringen kann.

Von Beginn an (1997 !)wurde das inzwischen bundesweit als „größter Schwarzbau Deutschlands“ bekannte Drama ohne die Einigung mit dem Grundstückseigentümer und ohne dessen Entschädigung durchgeführt.

Die Kosten haben die Esenser Bürgerinnen und Bürger zu tragen.